Motor ausbauen und Revidieren 2024-2025
Teil 2. Motor ausbauen und zerlegen:
Ich muss feststellen, dass aus dieser relativ kleinen Baustelle (Automaten-Getriebe abdichten) eine sehr große Baustelle (Motorrevision) wird.
Am Automaten kann ich nicht mehr arbeiten, deshalb werde ich den Vorderachsträger ausbauen. Dieser muss raus, weil ich die Motorölwanne ausbauen muss. Wegen dem Kurbelwellen-Simmerring vorne und der Schnurdichtung hinten. Die sind auch nicht mehr öldicht.
Ich löse die Schraube mit Mutter der Lenkstock-Kreuzgelenkwelle unten beim Lenkgetriebe und schiebe die Muffe aus der Verzahnung. Anschliessend löse ich den Hochdruckschlauch unten bei der Ölleitung zum Schlauchanschluss und fange das ATF-Öl mit einer Ölkanne auf. Den Rücklaufschlauch löse ich oben beim Servopumpen-Behälter. Dann werden die Bremsschläuche links und rechts an den Bremszangen abgeschraubt. Zuvor muss der Bremsschlauch in der Mitte des Schlauches abgeklemmt werden, sonst tropft Bremsflüssigkeit auf den Boden und die Leitungen entleeren sich. Jetzt kann ich den Vorderachsträger vorne links und rechts am Halte-Silentblock lösen, zwei Schrauben ausbauen, und die dritte lasse ich gelöst hängen. Dann löse ich die unteren Muttern des Trägers hinten und nehme eine Mutter heraus. Den Silentblock lasse ich am Chassis dran. Nun ist der Vorderachsträger lose. Nun wird mit dem Motorhebetisch der Vorderachseträger heruntergelassen.
Anlasser-Schwungrad-Sicherungsbleche lösen und mit Schlaghammer die zehn Schrauben herausdrehen. Mit Rostlöser und Gummihammer versuchte ich, das Schwungrad zu lösen, ohne Erfolg. Ich baue einen Abzieher mit Zollschrauben, welche in die Büchsen des Schwungrads passen. Nach der Montage und Vorspannen des Abziehers löst sich das Schwungrad immer noch nicht. Ich klopfe und drücke von hinten mit zwei Hebeeisen dagegen, immer noch kein Erfolg beim Abnehmen. Ich werde nun anstatt einer Autogenschweissanlage einen Induktionswärmer verwenden. Ich erhitze das Schwungrad und klopfe darauf, und das dreimal, bis das störrische Schwungrad sich lösen lässt – unglaublich, aber wahr.
Die Getriebestirnseite des Motors hat eine dicke Schicht Ölschlamm am Motorblock. Ich kratze mit einem Stechbeitel und dem Bremsenreiniger die Stirnseite sauber. Anschließend schraube ich die Motorölwanne ab. Sie lässt sich ohne Probleme lösen und ausbauen. Die Aluminiumölwanne lasse ich abtropfen…
Ich muss feststellen, dass aus dieser relativ kleinen Baustelle (Automaten-Getriebe abdichten) eine sehr große Baustelle (Motorrevision) wird.
Am Automaten kann ich nicht mehr arbeiten, deshalb werde ich den Vorderachsträger ausbauen. Dieser muss raus, weil ich die Motorölwanne ausbauen muss. Wegen dem Kurbelwellen-Simmerring vorne und der Schnurdichtung hinten. Die sind auch nicht mehr öldicht.
Ich löse die Schraube mit Mutter der Lenkstock-Kreuzgelenkwelle unten beim Lenkgetriebe und schiebe die Muffe aus der Verzahnung. Anschliessend löse ich den Hochdruckschlauch unten bei der Ölleitung zum Schlauchanschluss und fange das ATF-Öl mit einer Ölkanne auf. Den Rücklaufschlauch löse ich oben beim Servopumpen-Behälter. Dann werden die Bremsschläuche links und rechts an den Bremszangen abgeschraubt. Zuvor muss der Bremsschlauch in der Mitte des Schlauches abgeklemmt werden, sonst tropft Bremsflüssigkeit auf den Boden und die Leitungen entleeren sich. Jetzt kann ich den Vorderachsträger vorne links und rechts am Halte-Silentblock lösen, zwei Schrauben ausbauen, und die dritte lasse ich gelöst hängen. Dann löse ich die unteren Muttern des Trägers hinten und nehme eine Mutter heraus. Den Silentblock lasse ich am Chassis dran. Nun ist der Vorderachsträger lose. Nun wird mit dem Motorhebetisch der Vorderachseträger heruntergelassen.
Anlasser-Schwungrad-Sicherungsbleche lösen und mit Schlaghammer die zehn Schrauben herausdrehen. Mit Rostlöser und Gummihammer versuchte ich, das Schwungrad zu lösen, ohne Erfolg. Ich baue einen Abzieher mit Zollschrauben, welche in die Büchsen des Schwungrads passen. Nach der Montage und Vorspannen des Abziehers löst sich das Schwungrad immer noch nicht. Ich klopfe und drücke von hinten mit zwei Hebeeisen dagegen, immer noch kein Erfolg beim Abnehmen. Ich werde nun anstatt einer Autogenschweissanlage einen Induktionswärmer verwenden. Ich erhitze das Schwungrad und klopfe darauf, und das dreimal, bis das störrische Schwungrad sich lösen lässt – unglaublich, aber wahr.
Die Getriebestirnseite des Motors hat eine dicke Schicht Ölschlamm am Motorblock. Ich kratze mit einem Stechbeitel und dem Bremsenreiniger die Stirnseite sauber. Anschließend schraube ich die Motorölwanne ab. Sie lässt sich ohne Probleme lösen und ausbauen. Die Aluminiumölwanne lasse ich abtropfen…
Teil 3. Motorblock revidieren lassen:
Arbeits-Positionen für die Revision:
Motorblock Teile demontieren und kontrollieren. Teile Reinigen und abdampfen. Motorblock planfräsen. Pastillen im
Motorblock ersetzen. Zylinder-Büchsen ausfrässen und neue Büchsen einpressen, Zylinder schleifen auf 92.09mm.
Kurbelwelle richten und kontrollieren. Hauptlagerzapfen, Pleuelzapfen und Dichtzapfen schleifen. Öl-Kanäle an der
Kurbelwelle öffnen, reinigen und wieder schliessen. Kurbelwelle nitrieren, härten und polieren. Kurbelwellen hinten
auf Simmerring umbauen, dazu muss der Simmerring Zapfen, auf 75mm geschliffen werden (Original Schnur-
Dichtung). Druckplatte und Pully auswuchten. Kurbelwelle und Schwungrad dynamisch auswuchten. Motorblock
reinigen und zusammenbauen.
Teil 4. Motor zusammenbauen:
Der Zylinderkopf wird auf vier Holzbalken gestellt und das Ventilspiel mit der Blattlehre gemessen. Die Ventileinstellplatten müssen nicht getauscht werden, das Einstell-Spiel ist tip-top.
Anschließend wird der Verbrennungsraum mit geschlossenen Ventilen mit Benzin aufgefüllt und kontrolliert, ob die Ventile auch dicht sind und kein Benzin abfließen kann.
Ich habe noch in der Daimler-Kiste zwei Ventildeckeldichtungen, die eingerollt sind. Diese lege ich auf den Boden und mache das Papier nass. Dann stelle ich acht grosse Schrauben-Stecknüsse zum Beschweren jeder Dichtung darauf. Anschließend kratze ich die alte Ventildeckeldichtung vom Zylinderkopf ab.
Durch die Motorblockrevision und das heisse Ultraschallreinigungsbad war die schwarze Lackierung weg. Also wird der Motorblock auf der rechten Seite neu lackiert. Dazu muss ich den Motorblock mit Bremsenreiniger, einem Lappen und Nitroverdünner gereinigt werden. Anschliessend werden der Schriftzug „Jaguar“, „4.2 Lt.“ und die „Motornummer“ mit Papierklebeband abgeklebt und mit grauer Farbe lackiert. Während der Trocknungsphase wird der Rest der rechten Seite gereinigt. Der Motorblock wird zugedeckt und mit Papierklebeband abgeklebt. Als die grauen Schriftzüge trocken waren, werden sie zugeklebt. Anschliessend wird der Motorblock mit schwarzer, hitzebeständiger Spraydose lackiert.
Der Zylinderkopf wird auf vier Holzbalken gestellt und das Ventilspiel mit der Blattlehre gemessen. Die Ventileinstellplatten müssen nicht getauscht werden, das Einstell-Spiel ist tip-top.
Anschließend wird der Verbrennungsraum mit geschlossenen Ventilen mit Benzin aufgefüllt und kontrolliert, ob die Ventile auch dicht sind und kein Benzin abfließen kann.
Ich habe noch in der Daimler-Kiste zwei Ventildeckeldichtungen, die eingerollt sind. Diese lege ich auf den Boden und mache das Papier nass. Dann stelle ich acht grosse Schrauben-Stecknüsse zum Beschweren jeder Dichtung darauf. Anschließend kratze ich die alte Ventildeckeldichtung vom Zylinderkopf ab.
Durch die Motorblockrevision und das heisse Ultraschallreinigungsbad war die schwarze Lackierung weg. Also wird der Motorblock auf der rechten Seite neu lackiert. Dazu muss ich den Motorblock mit Bremsenreiniger, einem Lappen und Nitroverdünner gereinigt werden. Anschliessend werden der Schriftzug „Jaguar“, „4.2 Lt.“ und die „Motornummer“ mit Papierklebeband abgeklebt und mit grauer Farbe lackiert. Während der Trocknungsphase wird der Rest der rechten Seite gereinigt. Der Motorblock wird zugedeckt und mit Papierklebeband abgeklebt. Als die grauen Schriftzüge trocken waren, werden sie zugeklebt. Anschliessend wird der Motorblock mit schwarzer, hitzebeständiger Spraydose lackiert.
Motor bereit für den Einbau in den Motorraum
Teil 6. Motor und Automaten-Getriebe Einbau in den Motorraum:
Nun wird der Motor mit dem Jac-Lift-Kranhaken-Hebeseilzug aufgehängt und auf den Motorhebetisch mit vier Holzklötzen gestellt. Dann wird der Motor genau unter den Daimler gerollt und mit einem Doppelmeter positioniert. Der Daimler-Lift wird einen Meter nach unten gefahren und der Motorhebetisch nach oben gepumpt, bis der vordere Motor-Silentblock eingesetzt werden kann. Mit den zwei Schrauben wird der linke Motorträger angeschraubt. Dann wird der Motorhalter mit dem Silentblock an der rechten Seite eingesetzt und am Motor angeschraubt. Am Motorblock hinten sind zwei provisorische Winkelhalter an der Karosserie montiert. Diese schraube ich links und rechts an den unteren Motorblock an. Damit ist der Motor gesichert, nun kann der Motorhebetisch heruntergelassen und weggerollt werden. Dann wird das Schwungrad an den Kurbelwellenflansch mit zehn Schrauben angeschraubt und mit 150 Nm festgezogen.
Nun wird der Motorhebetisch zum Lift-Arm gerollt und der Hebeseilzug an den Automaten mit der Kette befestigt. Jetzt kann der Automat angehoben und das Ölwannenblech weggezogen werden. Mit Holzbalken und Gummiklötzen wird der Automat gerade und nach vorne positioniert. Dann wird das gelbe Spannset zweimal über den Automaten gespannt und gesichert.
Der Automat ist bereit für die Montage an den Daimler-Motor.
Nun wird der Motorhebewagen nach vorne gerollt und vor dem Motor positioniert. Jetzt wird der Automat nach oben gepumpt und ausgerichtet. Dann wird die Motorölwanne mit der Dreibein-Motorhebe-Stütze unterstellt, der Lift ca. 10 cm heruntergelassen und mit Holzklotz aufgebockt, sodass die hintere V-Halterung ausgebaut werden kann. Dann nehme ich zwei lange Führungsschrauben und verbinde den Motor mit zwei Muttern. Jetzt fehlen noch ca. drei Zentimeter, bis der Motor angeflanscht ist. Jetzt wird hinten mit einem kleinen Wagenheber der Automat angehoben, sodass die Automatenglocke mit dem Motor bündig wird.
Nun werden die Wandler-Schraubenlöcher mit dem Schwungrad positioniert. Dann wird der Automat mit den Führungsschrauben aneinander gezogen, bis die Stehbolzen vom Motor hineinpassen. Jetzt drehe ich am Wandler, ob nichts klemmt, und montiere die Wandler-Schrauben. Diese werden von Hand angezogen, dann wird der Motor vorne an der Kurbelwelle mit großem Ring-Gabelschlüssel gedreht, bis das zweite Wandlerloch kommt, und die Schraube montiert. Das mache ich viermal mit Drehen des Motors. Dann wird jede Schraube leicht angezogen und der Motor wieder gedreht, bis jede Schraube montiert ist. Nun wird die Automatenglocke an den Motorblock mit den zehn Schrauben festgezogen. Dann werden die Wandler Schrauben am Schwungrad mit 45 Nm angezogen. Jetzt wird mit der zweiten Getriebestütze der Automat unterstellt. Nun kann der Motorhebetisch nach hinten gerollt und gereinigt werden.
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